AUSBILDUNG

Das Ausbildungskonzept: Interdisziplinärer, prozessorientierter
Ausbildungsweg zum Mediator / zur Mediatorin

Die praxisorientierte Ausbildung umfasst 200 Stunden. Unser Anspruch ist, dass sie sodann in profunder Weise zur Arbeit als Mediator/in befähigt bzw. dazu, Methoden der Mediation im eigenen Berufsfeld anzuwenden. Die Ausbildung wird in festen multiprofessionellen  Gruppen durchgeführt und vermittelt die Arbeitsweise der Mediation am Beispiel der Familienmediation, erweitert um Besonderheiten der Wirtschaftsmediation.
Auf diese Weise wird es möglich, im Rahmen eines interdisziplinären Gruppenprozesses voneinander zu lernen, nachhaltig einen konstruktiven Umgang mit eigenen und fremden Konfliktstrukturen zu erleben und im Miteinander eine mediative Haltung zu entwickeln. Neben der Wissensvermittlung sind uns diese Erfahrungen besonders wichtig.

Das eigene Erleben von gelungener persönlicher Auseinandersetzung und - auch im Rahmen der praktischen Fallarbeit – die Identifikation und Auseinandersetzung mit unterschiedlichen Konfliktpartnern fördern die authentische Haltung als professionelle Mediatorin / als professioneller Mediator.

Unsere Ausbilder/innen kommen aus unterschiedlichen Berufen und verfügen alle über langjährige Praxis-und Lehrerfahrung.


WARUM EINE MEDIATIONSAUSBILDUNG ?

Seminarteilnehmer berichten immer wieder, dass die Mediationsausbildung für sie nicht nur im beruflichen Bereich, sondern auch privat einen Gewinn bedeutet:

Sie hilft, die persönlichen Kompetenzen zur Konfliktlösung zu erweitern.

Es bereichert, sich die der Mediation zugrunde liegende Haltung der Wertschätzung, der Eigenverantwortlichkeit und der versöhnenden Betrachtung von Unterschieden verstärkt anzueignen.

Warum Familienmediation als wichtiger
Schwerpunkt ?

In einem wachsenden Bereich wichtiger Konfliktfelder hat Mediation mehr und mehr Anerkennung gefunden – als Verfahren, in dem die Verantwortung für den Prozess der Entscheidungsfindung nicht anderen übertragen wird. Die Beteiligten werden vielmehr von Mediatoren und Mediatorinnen unterstützt und befähigt, die eigenen Interessen selbst in die Hand zu nehmen und auf diese Weise optimale Regelungen zufinden.

Genannt seien insbesondere Konflikte aus folgenden Bereichen:

- Trennung und Scheidung
- Erbengemeinschaft
- Adoptiv- und Pflegefamilie
- Nachfolge im Familienbetrieb
- Patchworkfamilie
- bikulturelle Familie
- Arbeitsplatz
- innerbetriebliche Konflikte
- Gesellschafter
- Institutionen / Teams
- Nachbarschaft
- Schule
- Vereine


Stets ist es die spezifische Aufgabe der Mediatoren, die Verhandlungen so zu strukturieren, dass man zu einer zukunftsorientierten, für alle Seiten gewinnbringenden Lösung gelangt. Hierzu soll die zweijährige Mediationsausbildung befähigen. In allen diesen Bereichen – also auch in der Familienmediation – arbeiten Mediatoren in Anlehnung an das „Harvard-Konzept“, indem sie die hinter den „Positionen“ der Parteien liegenden Interessen erhellen und als Basis einer wertschöpfenden Konfliktlösung nutzen.

Die Familienmediation erfordert darüber hinaus wegen des zumeist hohen persönlichen Konfliktpotentials der Beteiligten differenzierte Methoden der Konfliktklärung. Die fundierten Kenntnisse hierzu aus der Familienmediation haben sich als hervorragende Grundlage für schwierige Verhandlungen auch in anderen Mediationsfeldern erwiesen.

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